Ein neues Zuhause für Hunde
Ein neues Zuhause für Hunde

Alfis "Ausflug" und wie er wieder zu uns zurückkam

Wie aus seiner Beschreibung hervorgeht und den meisten von euch bekannt ist, kommt Alfi aus dem rumänischen Tierheim Smeura. Er kam als Welpe dorthin und lebte 4 Jahre dort. Hunde liebt er, da er sein ganzes bisheriges Leben mit ihnen verbracht hat, Menschen gegenüber zeigt er sich jedoch scheu und zurückhaltend. Um ihm dieses Misstrauen zu nehmen und ihn zu einem Familienhund zu machen, entschieden wir uns, ihn im Hundezuhause aufzunehmen, wo der Kontakt Mensch - Hund näher ist als in gewöhnlichen Tierheimen.

Während unseres Urlaubs wurden die Hunde von Hundezuhause hier von einer Vertreterin betreut. In dieser Zeit entkam Alfi durch den Garten. Nie hatte er vorher Anstalten gemacht, aus seinem Bereich zu entkommen.

Nun begann die verzweifelte Suche nach Alfi. Was tun? Wie kann man einen scheuen Hund einfangen? Die Situation erschien zunächst aussichtslos.

Verschlimmert wurde das Ganze durch einen Artikel in der NGZ, in der die Tochter des Jagdpächters ein Foto von Alfi, das sie auf der Frimmersdorfer Höhe gemacht hatte, veröffentlichte und ihre Kommentare abgab. Die Jägerin behauptete dort, dass "Alfi nicht mehr sauber laufe" und er möglicherweise durch einen Schwarzwildangriff verletzt wurde. Dies hat unsere Sorge um Alfi sehr vergrößert. Weiterhin wurde sie zitiert, dass Alfi für Unruhe sorge und sie keine Rehe mehr sehe. Wenn wir in der angegebenen Gegend nach Alfi abends Ausschau hielten, sahen wir überall Rehe und Hasen. Wir trafen die Jägerin auch noch perönlich und sprachen mit ihr. Das Aufstellen einer Falle für Alfi lehnte sie rundweg ab. Dies alles war wenig hilfreich.

Wir veröffentlichten eine Suchmeldung auf facebook. Facebook hat bekanntlich zwei Seiten. Einerseits verbreitet es die Bekanntheit von Alfi und hilft uns bei der Suche, wenn er gesehen wird. Andererseits sind auch hier wieder die vielen Besserwisser und Wichtigtuer zur Stelle, die nur schaden und nichts nützen.

Aber dann fanden wir endlich kompetente Beratung und Unterstützung: In der K-9 Suchhunde-Niederrhein-Gruppe. Wir hingen Plakate auf, nahmen die gemeldeten Sichtungen entgegen (es wurden natürlich auch andere streundende Hunde gemeldet), dann wurde er mehrmals am Rand von Bedburg gesehen - endlich ein Zeichen von ihm, dass er noch lebte.

Sofort wurde damit begonnen, ihn anzufüttern, damit er dort blieb und natürlich auch, damit er versorgt war. Alfi wurde immer nur nachts gesehen. Freunde von Hundezuhause fuhren spätabends an die Stelle, wo er sich aufhielt, und konnten die gute Botschaft bringen, dass er gut und gesund aussah!!!

Die K-9-Gruppe brachte uns umgehend die riesige Falle, die mit Blättern getarnt wurde und mit Leckereien, die besonders rochen, bestückt wurde. Es wurde eine Spur mit gebratenem Hähnchenfleisch gelegt und eine Wildtierkamera aufgestellt.

Die Nacht kam, die Helfer und Freunde von Hundezuhause lagen vor Ort auf der Lauer und die K-9-Gruppe verfolgte alles durch die Kamera. Alfi kam wie immer aus seinem Versteck und lief lange schnuppernd herum. Schließlich hörten wir, wie die Falle zuging und auch die K-9-Gruppe meldete, dass Alfi eingefangen wurde.

Da Alfi glücklicherweise ein sanfter und lieber Kerl ist, zeigte er keinerlei Aggressionen uns gegenüber. Dadurch war es relativ leicht, ihn aus der Falle herauszuholen. Mit riesigem Glücksgefühl fuhr unser Konvoi (vier Autos und 6 Personen) mit der wertvollen "Beute" zurück ins Hundezuhause. Unsere Freude und Erleichterung waren unbeschreiblich.

Alfi hat alles erstaunlich gut überstanden. Auch psychisch hat er keinen Schaden genommen - im Gegenteil. Er ist offener und zutraulicher geworden und sucht unsere Nähe.

Wir sind sicher, dass er schon bald zu vermitteln sein wird.

DANKE an alle, die mitgeholfen haben !!!!

Sei es durch Plakate anbringen, suchen oder einfangen helfen und auch durch tröstende und Mut machende Worte - und fachmännische und freundliche Beratung.

Wer solche Freunde hat, kann sich glücklich schätzen

Aktuelles

Dies ist Karla, eine der freilebenden Katzen, die wir versorgen. Sie ist zu scheu, um vermittelt zu werden, fühlt sich aber draußen sehr wohl

Hurra!!! Für den lieben, sanften und sensiblen Pinsel haben wir das richtige Zuhause gefunden. In Kürze folgen neue Bilder von dort, und wir werden einen kleinen Bericht über die Zeit schreiben, die er bei uns verbracht hat. Es war keine einfache Aufgabe mit ihm und seinen Geschwistern, aber es hat sich wirklich gelohnt

Mit dem Herbst kommt auch das Schmuddelwetter. Deshalb werden im Hundezuhause wieder Handtücher, Bettwäsche und Laken für die Tiere benötigt. Wer hat welche für uns? Bitte keine gefüllten Sachen wie Steppbetten und auch keine Matratzen.

Lauter glücklich vermittelte Hunde:

Finchen im Urlaub in Büsum

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© Inge Königstein-Kraus